Was Horrorfilme wirklich mit mir gemacht haben!

Nicht das was ihr jetzt denkt bzw. die meisten denken würden. Nein, sie haben mich nicht krank oder aggressiv gemacht. Natürlich wirken Horrorfilme bei jedem Menschen unterschiedlich, so können Horrorfans die Geschehnisse wahrscheinlich besser verarbeiten als Menschen die nur wenig Horrorfilme schauen. Das alles hat, wie man sich denken kann, mit unseren Hirnarealen zu tun. 

Bei Horrorliebhabern werden gewisse Areale gar nicht mehr angesprochen im Gegensatz zu den Leuten die nicht regelmäßig schauen, aber darauf will ich gar nicht weiter eingehen da ich hier keine wissenschaftliche Kolumne schreiben möchte.

Meine Liebe zum Horror habe ich mit ungefähr 9 Jahren entdeckt. Angefangen hat alles mit Scream, mit meinem Papa habe ich damals Scream heimlich auf Premiere (heute Sky) geschaut, meine Mama durfte das ja nicht mitbekommen, also wurde der Film heimlich geschaut als sie auf einem Geburtstag war. Jedenfalls hat der Film meine Liebe zu Horrorfilmen geweckt. Darauf folgten dann Filme wie The Blair Witch Project, der mich bis heute noch fasziniert, die Killerhand, Halloween und der Exorzist.

Eine witzige Geschichte “Der Exorzist” habe ich heimlich auf meinem TV im Zimmer gesehen als er im Fernsehprogramm lief, als die Szene kam, in der Megan rückwärts die Treppe runter ist, habe ich so eine Angst bekommen, dass ich bei meinen Eltern im Bett schlafen musste. Das Ganze hat mir aber keinesfalls den Spaß oder die Liebe zum Horror genommen, ganz im Gegenteil. 

Einige Experten sind der Meinung, dass Horrorfilme gerade bei Kindern und Jugendlichen tiefe Gedächtnisnarben hinterlassen könnten und/oder psychische Störungen fördern würden. Das war bei mir nie so. Ja ich leide an Depressionen und Angstattacken, was aber nicht den Horrorfilmen geschuldet ist, sondern den Menschen. Damit kommen wir auch zu dem Part, wo mir Horrorfilme sehr wichtig geworden sind. 

Als Teenager wurde ich in der Schule die meiste Zeit gemobbt, weil ich anders war als die anderen, ich fand Metal Musik toll, ich mochte Horrorfilme, und ich war eher schüchtern. Scheinbar das perfekte Mobbingopfer, jedenfalls habe ich nach der Schule immer mit meinem besten Freund Horrorfilme geschaut, wir sind zusammen in Videotheken, haben uns Horrorfilme ausgeliehen (die ab 18 hat uns sein Bruder ausgeliehen).



Irgendwann fing ich an mich im Internet nach anderen Horrorfans umzuschauen, ich war in verschiedenen Foren und Jahrzehnte später kam dann Instagram dazu, vor allem auf dieser Plattform habe ich so viele tolle Horrorfans kennengelernt. Einige dieser Instagram Freunde wurden dann auch real life Freunde, es tat und tut bis heute so gut mich mit diesen Menschen zu unterhalten und auszutauschen.

Ich freue mich immer auf die Conventions, weil man dann einige Leute trifft und sich außerhalb von Instagram und Co unterhalten kann. Ich bin meinen Horrorfilm Freunden einfach nur dankbar, dass sie mir gezeigt haben, dass es auch nette Menschen auf der Welt gibt, ich habe selten Menschen kennengelernt, die so viel Herz haben. Witzig, dass das alles nur auf aufgrund von Horrorfilmen passiert ist. 

Horror hat mir einfach so viel gegeben und ermöglicht.  Es hat mich weder aggressiv noch zum Mörder gemacht, ganz im Gegenteil, ich habe gelernt was wahre Freundschaften sind, ich bin selbstbewusster geworden und stehe für mich ein. Vor allem kann ich nun diesen Teil meines Lebens mit meiner großen Liebe teilen.

4 Kommentare zu „Was Horrorfilme wirklich mit mir gemacht haben!

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